Alle Beiträge von Jan Bornemann

Harry Belafonte – Zwischen Calypso und Gerechtigkeit

22. Juli 2022
00:22 Uhr
ARTE

Harry Belafonte hat Musikgeschichte geschrieben. Wie ist es dem schwarzen Jungen aus Harlem gelungen, einer der größten Künstler des 20. Jahrhunderts zu werden? Das Filmporträt erzählt die Geschichte des berühmten Sängers und Aktivisten.

Viele Menschen lieben Belafonte für sein Charisma und seine Musik. Doch nur wenige wissen, dass er seine Stimme immer genutzt hat, um politisch Einfluss zu nehmen. Er trug maßgeblich zum Erfolg der Bürgerrechtsbewegung bei. Mit seiner Hilfe wurde Martin Luther King Jr. zur Ikone des Kampfes um Gerechtigkeit. Belafonte gelang es, die Türen des Showgeschäfts für andere schwarze Künstler zu öffnen. Sängerinnen wie Miriam Makeba haben durch seine Unterstützung in den USA Fuß gefasst. Auch im Filmgeschäft hat Belafonte viel erreicht. Nicht nur als Schauspieler, auch als Produzent. So hätte es ohne Belafonte weder einen der ersten schwarzen Western gegeben noch den legendären Hip-Hop Film „Beatstreet“, der 1984 ein weltweites Beben in der Jugendszene auslöste.

Belafonte ist Schauspieler, Sänger, Entertainer – doch seine Berufung fand er im Aktivismus. Inzwischen ist Belafonte 95 Jahre alt und hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Diese Filmdokumentation porträtiert Belafontes wichtigsten Stationen, lässt seine Familie, Freunde und Kollegen zu Wort kommen und zeigt die schönsten Momente seines langjährigen Bühnenlebens.

Titelbild: Walter P. Reuther Library, Archives of Labor and Urban Affairs, Wayne State University

Crew

Ein Film von
Simone Unger

Mitarbeit
Nicole Grziwa

Kamera
Jörg Junge
Julia Matyschik
Thomas Ris
James Rodney Stolz

Montage
Martin Schröder

Schnittassistenz
Ferenc Stobäus
Daniel Hoke

Ton
Philippe Schumann
Daniel Liepke

 

Produktion

Produktionsleitung
Lisa Dumke
Kathrin Lemcke
Kerstin Pludra (MDR)

Producer
Inga Brantin
Nicole Spohn Almeida (USA)

Produktionsassistenz
Lily Horn

Redaktion
Matthias Göpfert (MDR)

Redaktionsassistenz
Annett Liebisch (MDR)

Produzent
Olaf Jacobs

Eine Produktion der Hoferichter & Jacobs GmbH
im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunk
in Zusammenarbeit mit ARTE

©2022

Ausstrahlungstermine

22. Juli 2022
00:22 Uhr
ARTE

„Visuelles Meisterwerk“: „Umwelt“ gewinnt Grimme Online Award!

Wir haben Grund zu feiern:

Das Online-Projekt der „Umwelt in Ostdeutschland“ hat in Köln den Grimme Online Award 2022 in der Kategorie „Information“ gewonnen!

Wir danken der Jury, die in ihrer Begründung von einem „visuellen Meisterwerk“ spricht, dessen „aufwändige Visualisierung“ und „kreative Bebilderung“ als „Referenzpunkte des zeitgenössischen Datenjournalismus“ bezeichnet werden können.

Das macht uns nicht nur unfassbar glücklich und stolz – es zeigt uns auch, dass es sich auszahlt, Projekte von Anfang an crossmedial und interaktiv zu denken. Die Auszeichnung spornt uns an, weiter an neuen Erzählformen für komplexe Inhalte zu arbeiten.

Unserer besonderer Dank geht an die Kollegen von Figures für die technische Umsetzung. Ohne Euch wäre das Projekt nicht möglich gewesen!

Hier geht es zum Projekt: umwelt-im-osten.de

Foto: Frank Metzemacher/Grimme-Institut

ADAM & IDA – Almost a Fairytale

15. Juni 2022
17:00 Uhr
Weltpremiere: Jüdisches Filmfestival Berlin | Brandenburg

Ein Film von Jan Tenhaven

Zum ersten Mal in ihrem Leben erzählen Adam und Ida Paluch einem deutschen Filmteam ihre Lebensgeschichte. Es ist die unglaubliche Geschichte einer lebenslangen Suche nach Identität, über Verlust und Zugehörigkeit – erzählt mithilfe von künstlerischen Animationen, welche die oft nur vagen Erinnerungen der jüdischen Zwillinge illustrieren.

Adam und Ida waren drei Jahre alt, als sie während des Holocausts getrennt wurden. Adam überlebte ein Konzentrationslager und wurde später adoptiert. Ida überlebte den Krieg versteckt bei einem polnischen Ehepaar. Beide Kinder wurden getauft, erhielten eine gefälschte Geburtsurkunde mit neuen Namen und wuchsen katholisch auf. Es schien fast unmöglich, dass sie jemals wieder zusammenkommen würden. Doch die Zwillinge hatten immer das Gefühl, dass ihnen „etwas fehlte“.

Nach einer 53 Jahre dauernden Suche, die sie rund um den Globus führte, glaubt Ida eines Tages, ihren Bruder auf einem Zeitungsfoto zu erkennen. Als sich die beiden Fremden treffen, sind sie überzeugt, sich endlich gefunden zu haben. „Wir wissen, dass wir es sind“, sagt Ida. Ist es ein Happy End? Kann die Geschichte überwunden werden?

Crew

Buch
Tilman Müller & Jan Tenhaven

Regie
Jan Tenhaven

Montage
Oliver Szyza

Kamera
Sven Kiesche

Zweite Kamera
Daniel Liepke

Ton
Julian Kiesche

Musik
Cassis B Staudt

Motion Design
Picpacker Motiondesign

Post Production Supervision
Philipp Kieseier

Produktion

Produktionsleitung
Jonas Giese
Jost Nolting (NDR)
Virginia Maassen (NDR)

Redaktion
Timo Großpietsch

Produzent
Olaf Jacobs

Eine Koproduktion von Hoferichter & Jacobs GmbH
und NDR

2022

Ausstrahlungstermine

15. Juni 2022
17:00 Uhr
Weltpremiere: Jüdisches Filmfestival Berlin | Brandenburg