Das Bankett

Der Anfang von allem war eine Verabredung im Jahr 2000. Ein Fest als Einlösung eines Preises von 1970.
Damals hatte die DDR-Jugendzeitung Junge Welt ihre Leser aufgerufen, sich Gedanken über die Zukunft zu machen und fragte: „Was tust Du am 6. Januar 2000?“ Tausende Geschichten gingen ein, 500 erste Preise wurden vergeben, eine Urkunde, gedruckt auf wasserfestem Papier, eine Einladung zum Festbankett genau 30 Jahre später – am 8. Januar 2000 – in Berlin.Die 500 Aufsätze lagen dreißig Jahre lang verschlossen in einer Holztruhe. 
Die Geschichten sind wahrhaft utopisch: Fliegende Untertassen parken auf den Dächern der Häuserblocks. Die Straßen sind von unten beheizt, die Sahara ist endlich fruchtbar gemacht und der imperialistische Klassenfeind besiegt. Die Träumer von einst sind inzwischen um die fünfzig Jahre alt. Der Film nimmt die Chance wahr, vier ganz authentische Lebensentwürfe mit der Realität eines der ersten Tage des neuen Jahrtausends zu vergleichen. Die Gewinner werden – zum ersten mal nach dreißig Jahren – mit ihren Arbeiten konfrontiert. Das Bewusstsein, dass der Ausblick in die Zukunft von einst auch die Vorschau auf ein halbes Leben war, erschüttert sie. Dreißig Jahre sind eine lange Zeit.

 

Crew

Buch & Regie: Holger Jancke, Olaf Jacobs
Kamera: Thomas Simon
Schnitt: Dagmar Dick
Produzent: Olaf Jacobs

Produktion

Hoferichter & Jacobs Produktion