Gesundheit DDR 1 & 2

19,90

Die zweiteilige Dokumentation schildert das Gesundheitssystem der DDR aus Sicht der Akteure von damals.

Kategorie:

Beschreibung

Dokumentation von Michael Erler und Anne Mesecke

2 x DVD á 45 min
Koproduktion der Hoferichter & Jacobs GmbH mit NDR und MDR
Fertigstellung: Oktober 2011

Teil 1    Neue Ärzte braucht das Land
Teil 2    Der Preis des schönen Scheins

Das Gesundheitssystem der DDR ist von Anfang an ein Balanceakt zwischen dem großen Anspruch einer kostenlosen Behandlung für Jeden, und einer Realität, die von Kostendruck und Mangel an Vielem geprägt ist. Die DDR ist eines der ersten Länder, in denen Ende der 60er Jahre eine Dialyse gelingt, andererseits gibt es in Krankenhäusern immer wieder Engpässe bei der Versorgung mit Spritzen und Medikamenten.

Man setzt verstärkt auf Prophylaxe und Gesundheitserziehung und investiert parallel in die Spitzenmedizin, um auch international Anerkennung zu erlangen.

Nach dem Krieg entstehen Polikliniken und Ambulatorien, Gemeindeschwestern sind unterwegs, um flächendeckend die medizinische Versorgung zu sichern. Das Gesundheitssystem wird zentral geplant, die Poliklinik das neue Modell ambulanter Versorgung unter einem Dach. Die Schattenseite davon ist eine Fluchtwelle niedergelassener Ärzte. Akuter Personalmangel wird auch in den folgenden Jahren eines der größten Probleme des DDR Gesundheitswesens sein.

Trotzdem bleiben Erfolge nicht aus: die Tuberkulose wird ausgerottet, die Säuglingssterblichkeit sinkt deutlich und es gibt wichtige Behandlungserfolge bei Diabetespatienten. Viel Geld investiert die DDR auch in Forschung, Entwicklung und Ausbildung. Höchstes Ziel all dieser Bemühungen ist Anfang der 70er Jahre die Aufnahme in die WHO. Damit hat sich das DDR Gesundheitssystem auch international einen anerkannten Platz erobert.

Aber all das kann nicht darüber hinweg täuschen, wie mühsam dieser Weg immer wieder war. Während viele DDR Bürger medizinische Hilfe in Anspruch genommen haben, ohne darüber nachzudenken, sind Mediziner, Krankenschwestern und Ärzte am Personalmangel in den Polikliniken und an eng gesetzten materiellen und politischen Grenzen oft schier verzweifelt.

Die zweiteilige Dokumentation erzählt die Geschichte des DDR- Gesundheitswesens aus der Sicht der damals beteiligten Mediziner. Dabei kommen Gemeindeschwestern, Sanitäter und Pfleger, Krankenschwestern und Hausärzte ebenso zu Wort, wie Oberärzte, Klinikchefs und Spitzenmediziner. Es geht um das Erleben des DDR Gesundheitswesens, um Zwänge, Entwicklungen, Erfolge und Niederlagen.

Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mbH