Hacker

Der Hacker, einst Robin Hood der Datennetze, heute Plagegeist, gar Datenterrorist im Untergrund des globalen Netzes. Jedes Jahr verbreiten sich Unmengen neuer Viren und Würmer, die für Schäden in Milliardenhöhe sorgen. Doch der Hacker ist ein ambivalentes Wesen.
Einerseits für sein Spezialwissen gefürchtet und verfolgt, verdient die IT-Sicherheitsindustrie Milliarden mit Hackern und der durch ihre Existenz erzeugten Internetgefahr. Zugleich werden fähige Hacker von der Industrie angeworben, um Sicherheits-Software, Anti-Viren-Programme und Firewalls zu entwickeln, die das Internet vor Viren, Würmern und gefährlichen Hackeraktivitäten schützen soll. Eine paradoxe Situation. Was ist der Hacker also heute noch, mehr Datenterrorist, eher Robin Hood oder einfach nur Angestellter mit Urlaubsanspruch und Rentenversicherung?
Anhand fünf eigenwilliger Persönlichkeiten entwirft Alexander Biedermann in seinem Debütfilm ein filmisches Kaleidoskop, das einen modernen Mythos von innen heraus durchleuchtet und hinterfragt, was es ausmacht, Hacker zu sein. Damals wie heute. Der Zuschauer erfährt, welche Freiheiten und Konflikte mit den besonderen technischen Fähigkeiten des Hackers einhergehen, welche Widersprüche, Motive und Identitäten sich im Leben zwischen Allmachtsgefühl und Missachtung entwickeln können.

Der Film ist auf DVD im Handel erhältlich. Und hier gehts zur Rezension auf netzpolitik.org

 

Crew

Regie: Alexander Biedermann
Buch: Alexander Biedermann, Matt Sweetwood
Kamera: Peter Badel, Axel Rothenburg
Kamerassistenz: Michael Senft
Schnitt: Matt Sweetwood, Hanka Knipper, Christoph Sturm
Mischung: Kai Tebbel
Animation: Michael Kath
Musik: Klaus Schulze
Produktionsleitung: Markus Simon
Filmgeschäftsführung: Sven Schmidt
Produktionsentwicklung: Anne Stephan, Carolin Biedermann
Produzent: Olaf Jacobs
Redaktion: Nicole Baum

Produktion

Eine Koproduktion der Hoferichter & Jacobs GmbH mit 3sat.