Hartz4Life

Ganze Stadtviertel sind in Eisenhüttenstadt in den letzten zwanzig Jahren der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Den „7. Wohnkomplex“, gebaut in den achtziger Jahren, gibt es nicht mehr. Dort, wo 1989 die modernsten Plattenbauten, Kindergärten und Schulen standen, ist es heute leer. Etwa die Hälfte seiner Bewohner hat Eisenhüttenstadt seit der „Wende“ verloren.
In dieser Stadt leben Zagi aka Abzurd, RicoChe, AirBeat und Stole188 und machen in einem kleinen improvisierten Studio Musik. Sie besingen den Abriss der Stadt, ihre eigene Perspektivlosigkeit, das Leben mit Drogen und das Leben von Hartz 4: 29 Tage Dämmer-schlaf und dann einen Tag „VIP an der Netto-Kasse.“ Zagi aka Abzurd im Interview: „Das Geld war nach einem Tag alle – wie jeden Monat.“
Doch was für ein Mensch steckt hinter einem 19-jährgen Ghetto-Jungen? Der Film „Hartz4Life“ ist soziale Bestandsaufnahme, intimes Porträt und ein bewegender Musikfilm zugleich.

Crew

Autor/Regie: Jan Lorenzen
Mitarbeit: Julia Küpper
Kamera: Kai-Uwe Schulenburg
Ton: Michael Senft
Schnitt: Stefan Buschner
Schnittassistenz: Bernd Trautmann
Produktionsleitung: Peter Effenberg & Geraldine Prange
Produzent: Olaf Jacobs

Produktion

Eine Produktion der Hoferichter & Jacobs GmbH in Kooperation mit Küchenrecords